Als einer der kreativsten Gitarristen seiner Generation ist Rossini Hayward bekannt für seine ausdrucksstarken Konzerte. Meistens sind seine eigenen Arrangements zu hören, welche Werke für die Gitarre erschließen, die noch nie zuvor darauf gespielt wurden. Das Classical Guitar Magazine schreibt: "Hayward ist ein geschickter und unprätentiöser Arrangeur… Er versucht nicht mit unmöglichen Fingersätzen Eindruck zu schinden, obwohl er offensichtlich ein äußerst fähiger Gitarrist ist. Vielmehr versteht er den Zauber und die Kraft der Einfachheit".

Seine erste CD Pieces of Mind: Classical Guitar Compositions and Arrangements (2018) besteht ausschließlich aus neuen, bisher nicht aufgenommenen Werken. Seine zweite Aufnahme Stille Nacht: Christmas Carols for Guitar (2020) wurde bei NAXOS veröffentlicht. Sie besteht aus seinen Arrangements von bekannten Weihnachtsliedern. Darüberhinaus erschienen mehrere seiner Kompositionen in der Edition Margaux. Sein Notenbuch Christmas Carols for Guitar (2020) erscheint bei Ut Orpheus.

Rossini wurde 1981 in London geboren. Seine erste klassische Gitarre bekam Rossini erst zu seinem 20. Geburtstag, während er am St. Anne’s College der Oxford University Ingenieurwissenschaften studierte. Er vertiefte sich sofort in das Instrument und erhielt ein Jahr später ein Musikstipendium der Universität, mit dem er Stunden bei Gilbert Biberian nahm. Er machte schnell große Fortschritte und spielte schon bald die Präludien und Etüden von Villa-Lobos, die Werke von Fernando Sor und ganze Bach Suiten.

Dennoch konnte er sich noch nicht ganz der Musik widmen. Er wollte zwar in seinem dritten Studienjahr das Studium in Oxford abbrechen, wurde aber überredet weiterzumachen. 2005 schloss er den Master der Ingenieurwissenschaften mit Bestleistung ab. Er erhielt sofort ein Angebot von Rolls-Royce, innerhalb einer voll finanzierten Promotion an Düsentriebwerken zu forschen, das er ablehnte.

Stattdessen bewarb er sich am Royal Welsh College of Music and Drama für einen Bachelor in klassischer Gitarre bei John Mills, wofür er 2006 einen Studienplatz mit Stipendium erhielt. Vier Jahre später wechselte er an die Hochschule für Musik Freiburg, studierte dort zwei Jahre bei Sonja Prunnbauer und schloss den Master of Music im Jahr 2012 mit Bestleistung ab.

Seitdem konzertiert er in verschiedenen Ländern Europas sowohl als Sologitarrist als auch als Solist mit Orchester. In den letzten Jahren wendete er sich von dem sogenannten Standardkonzert-Repertoire mehr und mehr ab und widmet sich nun dem Arrangieren und Komponieren neuer Werke, die er regelmäßig in seinen Konzerten spielt. Insbesondere seine Wagner-Arrangements haben ihm Anerkennung außerhalb der Gitarrenwelt gebracht.